Der Kartendrucker wird auch Chipkartendrucker genannt. Man kann mit diesem Gerät ISO-Standart-Plastikkarten bedrucken. Durch dieses Verfahren unterscheiden sich die Kartendrucker von dem Etikettendrucker. Bei dem Etikettendrucker kommt ein Endlosmaterial zum Einsatz. Die Plastikkarten die beim Kartendrucker verwendet werden, sind etwa 85,60* 53,98 mm groß. Das ist die Standartgröße von diesen Plastikkarten. Meistens haben EC-Karten, EU-Führerscheine und Krankenversicherungskarten diese Standartgröße. Hier spricht man oft auch vom Scheckkarten-Format.
Die Kartendrucker haben vier verschiedene Druckverfahren. Aber eigentlich sind alle Druckverfahren gleich. Die Plastikkarten werden an einem Thermo-Druckkopf vorbeigeführt. Der Druckkopf gibt Hitzeimpulse ab. Diese Hitzeimpulse geben die benötigten Farben auf die Plastikkarte ab. Bei diesem Verfahren gibt es nur die Standartauflösungen. Die Druckverfahren sind der Thermotransfer, das Thermosublimation, das Retransfer-Verfahren und das Thermo-Rewrite-Druckverfahren.
Bei dem Thermotransfer werden die Plastikkarten vor bedruckt und einfarbig personalisiert. Die benötigte Farbe wird dann vom Farbband was in dem Kartendrucker ist auf die Plastikkarte transferiert. Bei dem Thermosublimation Verfahren werden mehrzonige Bänder mit Farben benutzt. Die Plastikkarten werden mehrmals an die Bänder und seinem Druckkopf vorbeigeführt. Die benötigte Farbe wird dann auf die Plastikkarten aufgedampft. Dadurch bekommt man eine hohe Farbtiefe. Nach dem Druck kommt dann noch eine klare Schicht zum Einsatz. Mit dieser Schicht werden die Plastikkarten dauerhaft haltbar gemacht. Die Plastikkarten bekommt ein Schutz vor dem mechanischen Abrieb und ist dann auch UV-Strahlen beständig. Bei dem Retransfer-Verfahren kommen mehrfarbige Farbbänder zum Einsatz. Hier erfolgt aber der Druck nicht direkt auf die Plastikkarte. Hier kommt der Druck spiegelverkehrt auf dem Retransferband oder auch Druckfilm. Dieses Retransferband wird dann heiß auf die Plastikkarte gedruckt. Dieser druck hat ein Vorteil und dieser ist die Unabhängigkeit der Oberfläche von der Plastikkarte. Die RFID-Chipkarten sind mit diesem Verfahren problemlos zu bedrucken.
Bei dem Thermo-Rewrite-Druckverfahren kommt kein Farbband zum Einsatz. Hier wird in der Plastikkarte eine thermosensitive Schicht eingearbeitet. Mit dieser Schicht kann man die Plastikkarte bedrucken, löschen und erneut beschreiben. Diese Verfahren kommen bei Plastikkarten zum Einsatz die sich jedes Jahr verändern.
Bei dem Kartendrucker können auch Magnetstreifen eingesetzt werden. Mit diesem Magnetstreifen können die kontaktbehafteten, kontaktlosen RFID Chipkarten gelesen werden und auch kodiert werden. Durch dieses Verfahren können die Plastikkarten gleichzeitig logisch und optisch kodiert werden. Es gibt die einseitigen und beidseitigen Kartendrucker auf dem Markt. Diese Kartendrucker besitzen eine automatische Wendestation. Alle bedruckten Plastikkarten können nach dem Drucken mit einer Schutzschicht beschichtet werden. Durch diese Schutzschicht können die Plastikkarten länger haltbar gemacht werden.